Aug 272013
 

Einer der schönsten Wanderwege der Umgebung führt im Spätsommer und Frühherbst durch die Reblage „Schiersteiner Hölle“ von Wiesbaden-Freudenberg in Richtung Wiesbaden-Frauenstein:

Reben in Schierstein

Die Wegbeschreibung dieser etwa zweistündigen Wanderung, die Teil einer längeren Wanderroute ist und ein Stück entlang des Rheinsteigs führt, findet man u.a. hier: http://www.ich-geh-wandern.de/gps-wanderwege/wiesbaden-schierstein

Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch am Schiersteiner Hafen starten: http://www.ich-geh-wandern.de/am-29-01-2012-vom-yachthafen-schierstein-durch-die-weinberge-nach-eltville-und-am-rhein-entlang-zur%C3%BCck

Sobald man auf den Rheinsteig gelangt, erkennt man dies am blau-weißen Symbol dieser traumhaft schönen Wanderroute entlang des Rheins: http://www.rheinsteig.de/

Noch ist das Wetter aber gut genug, um auf dem Barfußpfad am Freudenberger Schloss zu beginnen, was auch ein geeigneter Treffpunkt ist, da man dort gut mit der Wiesbadener ESWE-Stadtbuslinie Nr. 23 oder auch den, von Mainz Hbf oder Wiesbaden Hbf kommenden Bus (Linie 45) nehmen kann und an der Haltestelle „Märchenland“ aussteigt und dann auch schon das Schloss Freudenberg sieht und im Gartengelände des Schlosses direkt den Barfußpfad und die ersten Brombeeren findet: http://www.schlossfreudenberg.de/home.html (Ausreichend Parkplätze sind etwas unterhalb des Schloss Freudenberg auf der Freudenbergstraße aber auch vorhanden.)

Gestern hatte es zwischenzeitlich mal in Strömen geregnet, aber unsere Großeltern haben uns früher ja oft genug gesagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung!“ Außerdem wird in unseren Breiten nach 3 Tagen Hitze und Trockenheit in dieser Jahreszeit im Fernseh-Wetterbericht bereits eine Dürreperiode verkündet 😉 und man sollte einfach für einen Nieselschauer mit einer leichten Regenjacke gerüstet sein.

Wenn es wirklich einmal richtig schüttet, ist man schnell auch mal irgendwo eingekehrt: z.B. im „Nürnberger Hof“ http://www.hof-nuernberg.de/ oder im bereits erwähnten „Himmelreich“ http://www.apfelweinstube-im-himmelreich.de/Ueber-uns 🙂

Von den wild wachsenden Brombeeren sollte man wohl besser nur diejenigen Früchte direkt roh essen, die weiter oben an den Sträuchern hängen, da es hier auch Füchse und andere kleinere (halb)wilde Tiere gibt, die den Fuchsbandwurm übertragen könnten, aber man kann die Beeren auch zu Hause zu Marmelade einkochen.

Die Himbeeren wachsen hier meist nicht wild, sondern man findet gelegentlich einige Zweige aus den Umzäunungen der Kleingärten heraus wachsen und kann diese dann ebenfalls naschen. In der Kirscherntezeit ist Frauenstein ein sehr beliebtes Ziel, da es hier die besten Kirschen der Umgebung gibt und den leckersten Wein natürlich ebenfalls. 😎 Da streiten sich aber die beiden angrenzenden Weinanbauregionen „Rheinhessen“ (Rheinland-Pfalz) und „Rheingau“ (Hessen) schon etwas länger, wer denn nun den besten Wein der Region produzieren würde!

Der hiesige Rheingau ist auf alle Fälle sehr sonnenverwöhnt und die Reben an den Steilhängen entlang des Rheins (wie z.B. auch der „Assmannshäuser Höllenberg“) profitieren vom ertragreichen Boden und von den Sonnenstrahlen, die vom Rhein reflektiert werden. Teilweise kann an den steilen Hängen nur per Hand gelesen werden, was auch den etwas höheren Preis der Rheingau(n)er Weine rechtfertigt. Der Begriff „Rheingauner“ ist dank eines beliebten Comics auch salonfähig geworden: http://www.apitz-art.de/comic/rheingauner.html

Mittlerweile sieht man auch häufiger als noch vor einigen Jahren, dass rot-blaue Spätburgundertrauben in den Weinbergen wachsen, wo es vorher fast nur die kleinen weißen Rieslingtrauben gab, da einige Weinbauern wegen des veränderten Klimas die Rebsorten teilweise gewechselt haben und andere Sorten ausprobiert werden.

Mehr Informationen zur Geschichte des Weinanbaus in Schierstein finden Sie z.B. auf der Homepage der Familie Meilinger des gleichnamigen Weinguts auf der Freudenbergstraße, wo man die Weine und Traubensäfte auch direkt beim Erzeuger kaufen und dort auch probieren kann und dabei von Ute Meilinger und anderen Familienmitgliedern in sehr sympathischer Weise fast alle Fragen rund um den Schiersteiner Rheingau-Wein beantwortet bekommt und natürlich hat die Familie Meilinger auch beim alljährlichen, sehr beliebten „Schiersteiner Hafenfest“ im Juli einen Weinprobierstand:  http://www.weingut-meilinger.de/index.php?id=8467

Man kann hier übrigens auch im Winter wunderbar wandern und Anfang diesen Jahres sah ich bei bitterkaltem Wetter im Januar einen Schiersteiner Altstorch, der den anstrengenden Flug nach Afrika wohl nicht mehr auf sich nehmen wollte, durch den tiefen Schnee staksen.

Leider hatte icWildblumenh aber keinen Fotoapparat dabei 😥 …..Über die Schiersteiner Storchengemeinschaft und die hier brütenden Störche berichte ich dann aber erst in Teil 2 oder 3 dieses Blogs…

Über weitere Feedbacks an katja@twincup.de freue ich mich! 🙂