Jul 122014
 

salbei

„Gesundheit!“ bekommt man oft (inflatorisch) gewünscht, wenn man von einem grippalen Infekt oder von Heuschnupfen geplagt ist, aber was ist das eigentlich – „Gesundheit“?

Gesundheit des Menschen ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“).
Der Philosoph Friedrich Nietzsche sagte hingegen: „Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“.

Nur – was ist für mich und meine Gesundheit wesentlich?

Meist stellt man sich solche Fragen erst, wenn die Gesundheit plötzlich abhanden gekommen ist: Das kann so schnell passieren, wie man seinen Autoschlüssel oder den Geldbeutel verlegt. Vorhin lag er doch noch hier auf dem Küchentisch! Gestern fühlte man sich noch topfit, heute fühlt man sich müde, fiebrig und angeschlagen und „brütet“ einen Infekt aus.

Es ist zwar schon lästig genug, wenn man ein paar Tage wegen einer fiebrigen Erkältung zu Hause bleiben oder das übliche Tempo drosseln muss, aber was passiert, wenn man eine lebensbedrohliche Krankheitsdiagnose erhält?

Dann bleiben die fröhlich-unbefangenen Wünsche wie „Gesundheit!“ oft aus und anstatt dessen trifft man oft auf betretenes Schweigen oder man erhält vielleicht gute Ratschläge wie: „Lass den Kopf nicht hängen!“ „So schlimm wird es schon nicht sein!“ „Der Bruder einer Freundin meiner Frau hatte das Gleiche und er ist heute wieder topfit dank……“ und dann folgt oft eine Aufzählung diverser Haus- und Wundermittelchen oder medizinischer Verfahren, von denen der Gesprächspartner eben vom Bruder der Freundin der Frau gehört hat. (Bei anstehenden Operationen aller Art wird gerne gefragt: „Geht das nicht auch minimal-invasiv?“ Solche Gespräche könnte man minimal-invasiv höflich beenden und sich in medizinisch-chirurgischen Fragen vielleicht doch lieber an einen Facharzt wenden.)

Unterstützend zu medizinischen Therapien gibt es aber auch bei schweren Erkrankungen einige Möglichkeiten, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern:

Man kann z.B. die Heilkraft von Pflanzen nutzen: Schon Hildegard von Bingen beschrieb die heilende Wirkung z.B. des Thymians und anderer Kräuter. Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze bei Husten und Heiserkeit und hat auch desinfizierende, antibakterielle, schleimlösende und anregende Wirkung.

Auch Salbei (s. Foto) wird schon seit Jahrhunderten nicht nur in der Mittelmeerküche verwendet, sondern ist u.a. als Tee auch für seine Heilkraft bekannt und alleine schon der Duft von Lavendelblüten wirkt angenehm und beruhigend.

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Phytopharmaka (pflanzliche Arzneimittel) werden heute auch von vielen Medizinern als unterstützende Maßnahmen zur medizinischen Erstlinientherapie empfohlen.

Die weiteren Ratschläge wie gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung usw. kennt theoretisch fast jeder, aber ohne Notwendigkeit sieht man oft nicht ein, diese Tipps zur gesunden Lebensführung umzusetzen, da nun auch fast jeder jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt, der sein Leben lang Kette geraucht hat und dennoch frei von schweren Krankheiten geblieben ist.

Umdenken muss man meist erst dann, wenn man selbst oder nahe Angehörige oder gute Freunde betroffen sind.

Alles Gute und vor allem Gesundheit wünscht Ihnen Ihre

Katja Sabirowsky