Aug 182014
 

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Vom Rhein-Main-Gebiet aus ist man mit dem Auto in knapp 5 Stunden an der belgischen Küste und vom Ruhrgebiet aus geht es noch schneller. Es lohnt sich also auch mal für einen spontanen Kurzurlaub z.B. nach De Haan (Le Coq) zu fahren, wo es schöne Sandstrände, Dünen und einen traumhaften Küstenwanderweg („Kustwandelroute“) gibt.

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Auch die Hafenstädte Oostende und Zeebrügge sowie die mondäne Strandpromenade von Knokke und der Naturschutzpark „Het Zwin“ in Knokke-Heist sind von De Haan aus gut erreichbare Ausflugsziele.*)

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Einen Abstecher ins nahe gelegene Brügge, der Schokoladenstadt Belgiens und den Besuch einer Chocolaterie sowie der Brügger Liebfrauenkirche kann man auch mal bei Regenwetter einplanen.

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Zu den herausragenden Ausstattungsstücken der „Onze-Lieve-Vrouwekerk“ gehört die Brügger Madonna von Michelangelo aus dem Jahr 1503, die zu den frühen Plastiken des italienischen Bildhauers zählt:

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Ursprünglich war diese Madonnenstatue für den Hochaltar des Doms von Siena bestimmt, aber Michelangelo verkaufte sie an reiche Brügger Kaufleute. Die Brügger Madonna wurde während des zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten geraubt und ist auch die eigentliche Hauptfigur des Films „The Monuments Men“ u.a. mit George Clooney und Matt Damon vom Februar diesen Jahres, der größtenteils auf Tatsachen beruht:

https://www.youtube.com/watch?v=CreneTs7sGs  &  http://de.wikipedia.org/wiki/Monuments_Men_%E2%80%93_Ungew%C3%B6hnliche_Helden  &  http://www.wdr3.de/filmundmedien/hitlersschatzimberg100.html

Brügge wird wegen seiner vielen Grachten auch „Venedig des Nordens“ genannt, wobei sich noch mehrere andere Städte wie u.a. Amsterdam und Hamburg um diesen „Titel“ streiten.

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Die erste Börse der Welt wurde aber auf alle Fälle im ehemaligen Hansekontor Brügge eröffnet. Diese Börse befand sich im 14. Jahrhundert auf einem Platz vor dem Haus, das der Brügger Kaufmannsfamilie Van der Beurse gehörte.

Bereits im 12. Jahrhundert riss eine Sturmflut eine Fahrrinne in die Meeresbucht „Zwin“, so dass die Stadt danach einen direkten Zugang zur Nordsee hatte. Brügge konnte somit am internationalen Handel teilnehmen, der die Wollproduzenten Englands mit den Weinproduzenten Frankreichs und den flandrischen Tuchmachern verband. Mehr über die Hanse erfährt man in diesem spannenden Terra-X-Beitrag: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1319664/Die-Deutsche-Hanse—Teil-1#/beitrag/video/1319664/Die-Deutsche-Hanse—Teil-1

Auf der Rückfahrt von Belgien bietet sich auch noch ein Zwischenstopp in Aachen an, wo man noch bis zum 21. September die Ausstellung „Charlemagne – Karl der Große“ besuchen kann. Natürlich ist auch der Aachener Dom und die Altstadt sehr sehenswert.

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Wenn man dann von Aachen aus weiter in Richtung Rhein-Main-Gebiet fährt, geht es fast direkt durch die Vulkaneifel und man kommt auch an der Abtei Maria Laach vorbei und hier lohnt sich ebenfalls ein kurzer oder längerer Zwischenstopp.

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Vorgestern hatte ich zwischenzeitlich die Gelegenheit bei einer Probe des beeindruckenden Chors „Cappella Lacensis“ zuhören zu können, da ich bei einem Entspannungswochenende im Gästehaus des Klosters Maria Laach am Laacher See war. (Das Foto der Abtei habe ich von meinem dortigen Gästezimmerfenster aus aufgenommen und die unten zu sehenden Fotos bei einer Wanderung:)

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Zum Konzert „Singet dem Herrn“ (Motetten von J.S. Bach) des Chors unter der Leitung von Br. Philipp Meyer OSB (Ordo Sancti Benedicti) gestern Abend in der Abtei Maria Laach um 19 Uhr konnte ich leider nicht mehr dort sein, aber bestimmt gibt es das Konzert, so wie bereits diese „Herbstbesinnung 2013“ ebenfalls bald im Internet.

Auch der gregorianische Choral der Benediktinermönche des Klosters Maria Laach ist sehr hörenswert und meditativ. Besucher und Gäste haben mehrmals täglich die Möglichkeit, die gregorianischen Gesänge z.B. wochentags während der Morgenhore um 5:30 Uhr, um 7:30 Uhr beim Konventamt, um 11:45 Uhr während der Tageshore, um 17:30 Uhr bei der Vesper und abends um 19:45 Uhr beim Komplet anzuhören.

Man kann dort im Gastflügel St. Gilbert ein kurze erholsame „Auszeit“ verbringen und gelegentlich werden im Gästehaus des Klosters Maria Laach auch Seminare angeboten, so wie letztes Wochenende das sehr wohltuende Entspannungsseminar mit Progressiver Muskelentspannung und Wandern von Susanne Müllner, die sicherlich bald einmal wieder ein ähnliches Seminar anbieten wird: http://www.susannemuellner.de/images/pdf/flyer-marialaach-aug14.pdf

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